Solarleitfaden – Teil 2

Solarleitfaden – Beratung & Angebot

Bei folgendem Leitfaden (Solarleitfaden – Teil 2 ) handelt es sich um eine Orientierungshilfe zum Thema Photovoltaik.

Woran erkenne ich ein gutes Angebot und eine gute Beratung?

Am wichtigsten ist, dass Sie das Angebot und den Verkäufer (Berater, Vermittler, Solarteur, Elekrofachmann) sehr genau prüfen. Die Beratung und das Angebot sollten Ihren Erwartungen und den bisherigen Absprachen entsprechen. Die Qualität der Beratung muss bei der Auswahl des Installationsbetriebes neben dem Angebot einen sehr hohen Stellenwert haben, weil sonst ggf. eine falsche Entscheidung getroffen wird.

Haben Sie die ersten Angebote vorliegen, sollten Sie auf jeden Fall Folgendes beachten

Ist das Angebot verständlich und in allen Punkten nachvollziehbar? 

Enthält das Angebot Angaben zu den Liefer- und Geschäftsbedingungen?

Sind sämtliche Montagekosten und etwaige Fahrtkosten ausgewiesen?

Lässt das Angebot Vergleiche mit konkurrierenden Angeboten zu?

Ist die Gesamtleistung der Photovoltaikanlage in kWp (Spitzenleistung) angegeben?

Enthält das Angebot Angaben zum Hersteller der Photovoltaikmodule (Datenblätter sollten beiliegen)? 

Enthält das Angebot Angaben zum verwendeten Wechselrichter (Datenblätter sollten beiliegen)? 

Welche Kabel werden verwendet (voraussichtliche Längen und Querschnitte)? 

Enthält das Angebot Angaben über Art und Beschaffenheit der Unterkonstruktion bzw. Tragkonstruktion? 

Folgende Fragen sollten in einem persönlichen Gespräch vom Solaranlagenanbieter angesprochen werden

Werden Angaben zur Wirtschaftlichkeit der Anlage gemacht (Verwendung eines Wirtschaftlichkeitsrechners)?

Ist ein Wartungsvertrag vorgesehen? Solarstromanlagen arbeiten nahezu wartungsfrei.

Ist eine Versicherung der Anlage geplant? Eine Haftpflichtversicherung ist grundsätzlich zu empfehlen. Spezielle Solarversicherungen (Allgefahrenversicherung, Ertragsausfallversicherung und Ertragsgarantieversicherung) werden je nach Absicherungsbedüfnis empfohlen.

Muss ein Blitzschutzkonzept beachtet werden? Erfolgen Hinweise zum inneren und äußeren Überspannungsschutz?  

Leitfaden - Photovoltaik

Leitfaden – Photovoltaik

Wer montiert die Anlage (Fachkräfte aus dem Bereich Solar, Dach, Elektro)?

Ist die Dichtheit des Daches auch unter extremen Bedingungen gesichert?

Wer gewährleistet den einwandfreien Betrieb sowie die fehlerfreie Installation der Anlage?

Erfolgen Hinweise zu den Vor- und Nachteilen verschiedener Anlagenkonzepte? Sind diese abhängig von der gewünschten Technik, der vorgesehenen Dachfläche und den Anforderungen an Qualität und Optik?

Geht der Berater auf den Aufstellort der Module sowie des Wechselrichters ein?

Wird auf die Vor- bzw. Nachteile der Reihen- bzw. der Paralellschaltung eingegangen? Bei der Reihenschaltung bestimmt das schwächste Modul die Leistung, deshalb ist bei einer Teilabschattung (z. B. durch Bäume) die Parallelschaltung eher zu empfehlen.

Werden die verschiedenen Vor- und Nachteile von Netzeinspeisegerät- bzw. Wechselrichter-Konzept betrachtet? Es gibt Zentral- / Strang-Wechselrichter mit oder ohne Trafo. Bei trafolosen Wechselrichtern ist zur Sicherheit des Installateurs und Nutzers ein allstromsensitiver Fehlerstromschalter (FI) einzubauen.

Ist geklärt, zu welchem Zeitpunkt die Photovoltaikanlage so viel Energie produziert haben wird, wie zu ihrer Herstellung und Montage benötigt wurde?

Wann hat sich die Photovoltaikanlage amortisiert?

Nebenbei steigert die Anlage den Marktwert der Immobilie. Welche Aussagen werden hierzu vom Berater gemacht?

Erfolgen Hinweise zum späteren Betrieb der Anlage?

Was sollte vorab für den späteren Betrieb der Photovoltaikanlage beachtet werden?

Weitere Fragen die thematisiert werden sollten

Wodurch erfolgt die Funktionskontrolle? Bei kleineren Photovoltaikanlagen ist eine kostengünstige Überwachung möglich durch direkte Ablesung einer LCD-Anzeige. Eine bequemere Lösung ist deshalb die visualisierte Funktionsüberwachung der Solarstrom-Anlage per PC mit Onlinedarstellungen, Messdatenaufzeichnungen, grafischen Auswertungen sowie Datentransporten (z.B. nach Excel).

Ist zur Dokumentation die Installation eines Datenloggers zur Messwerterfassung und Auswertung aller Betriebswertparameter vorgesehen?

Am wichtigsten ist es, die Sonnenernte zu verfolgen. Etwa alle drei Jahre sollten deshalb die Messungen des Inbetriebnahmeprotokolls wiederholt und dokumentiert werden. Bei dieser Gelegenheit sollte auch der Solargenerator auf den korrekten Sitz geprüft werden.

Wie sieht die steuerrechtliche Behandlung einer Photovoltaikanlage aus? Erfolgen hierzu erste Hinweise?

Wer sich nicht sicher ist, ob das ihm vorliegende Photovoltaikanlagen – Angebot alle Voraussetzungen erfüllt, kann sich bei örtlichen Beratungsstellen bzw. Solarverbänden, welche auch Bundesweit agieren Rat holen. Meist resultieren unterschiedliche Preise von Photovoltaikanlagen aus den unterschiedlich verwendeten Materialien, welche evtl. auch andere Qualitätsstandards erfüllen.

Grobe Faustformel für die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage

Eine Anlage darf maximal so viel kosten, wie die Einspeisevergütung für den Solarstrom innerhalb von zehn Jahren einbringt.

Derzeit (2017) kann man von Preisen zwischen rund 1.500 Euro pro installiertem kWp (Kilowatt/Peak = maximale Leistung unter standardisierten Bedingungen) Leistung ausgehen – je nach Region, Größe und Qualität der Anlage.

Aktuell (2019) liegen die Photovoltaik-Preise (Kosten für schlüsselfertige Photovoltaikanlagen) bei durchschnittlich 1.300 Euro pro kWp.

Im Vergleich zu 2017 fallen also weniger Kosten an.

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