Solar – Powerbanks

Solar-Powerbanks: sinnvolle Anschaffung oder nutzloses Gimmick?

Mit Solar-Powerbanks kann man das Smartphone oder Tablet aufladen. Gleichzeitig kann die Powerbank selbst aufgeladen werden und zwar mithilfe der unerschöpflichen Sonnenenergie. Dadurch ist es theoretisch denkbar, komplett auf eine Steckdose zu verzichten. Interessant ist allerdings die Frage, ob ein solcher mobiler Stromspeicher in der Praxis so gut funktioniert, wie die Hersteller versprechen.

Wie eine Solar-Powerbank funktioniert

Die Funktionsweise einer Powerbank ist denkbar einfach. Bei den meisten Geräten reicht es vollkommen aus, wenn ein elektrischer Verbraucher (Smartphone) an den USB-Port angeschlossen wird, damit der Ladestrom fließt. Je nach Kapazität des eingebauten Smartphone Akkus und der Powerbank sind üblicherweise einige volle Ladungen möglich, bevor die Powerbank selbst wieder aufgeladen werden muss. Bei einem konventionellen Stromspeicher geschieht dies über ein USB-Kabel. Bei Solar-Powerbanks besteht diese Möglichkeit auch. Die Besonderheit liegt aber an den Solarzellen, die auf der Gehäuseoberseite angebracht sind. Mithilfe der Sonnenkraft ist es möglich, die Powerbank nach und nach aufzuladen. Auf eine Steckdose kann dann verzichtet werden. Insbesondere beim Camping oder anderen längeren Ausflügen in der Natur, ist die Solar-Powerbank also eine perfekte Alternative zu konventionellen Produkten.

Solar-Powerbanks – Vorteile

Prinzipiell lässt sich feststellen, dass diese Produkte durchaus funktionieren. Powerbanks haben sich im Alltag etabliert. Zumindest die konventionelle Nutzung funktioniert in jedem Fall. Durch das Laden per Sonnenenergie verringert sich der Strombedarf über eine Steckdose. Zudem verfügt die Solar-Powerbank über zusätzliche Ausstattungen wie eine IP65- oder IP68-Zertifizierung, die eine gewisse Staub- und Wasserdichtigkeit garantiert. Außerdem ist nicht selten eine praktische Taschenlampe integriert, was insbesondere bei der Nutzung in der freien Natur sinnvoll ist. Zudem sind Powerbanks im Allgemeinen natürlich sehr universell einsetzbar. Neben dem Smartphone lässt sich auch der Akku der Digitalkamera oder das Fitnessarmband laden.

Solar-Powerbanks – Nachteile

Gegenüber konventionellen Powerbanks sind Solar-Powerbanks ein wenig teurer, weil sie über ein echtes Alleinstellungsmerkmal verfügen. Die Hauptproblematik liegt allerdings bei vielen Produkten darin, dass die Solarzellen viel zu leistungsschwach dimensioniert sind. Bei vielen Geräten muss zur Vollladung des Akkus eine Ladezeit von 12 Stunden und mehr einkalkuliert werden. Während dieser Zeit müsste sich das Produkt direkt in der Sonne befinden. In der Praxis ist dies kaum zu bewerkstelligen. Andererseits ist eine volle Ladung insbesondere bei großen Akkus mit 20.000 oder mehr mAh gar nicht notwendig, um das Smartphone komplett zu laden. Etwas nachteilig ist konstruktiv bedingt, dass die Solar-Powerbank zum Nachladen der Sonne ausgesetzt werden muss. Für die Akkus ist dies aufgrund der Erhitzung eigentlich nicht gut. Keinesfalls empfehlenswert sind zudem reine Solar-Ladegeräte. Auch im Notfall dürfte es schwierig sein, einen modernes Smartphone damit direkt in der Sonne zu laden.

Wie werden Solar-Powerbanks verwendet?

Man verwendet eine solche Powerbank wie ein vergleichbares Produkt ohne Solarzellen. Üblicherweise zeigt ein Display oder eine LED-Anzeige den Füllstand des integrierten Akkus an. Ist dieser ausreichend, kann das Smartphone an dem USB-Port aufgeladen werden. Dafür sollte nach Möglichkeit ein kurzes Kabel verwendet werden, weil es ansonsten zu Spannungsverlusten kommt. Es ist ratsam, sowohl bei der Powerbank als auch beim Smartphone selbst auf eine vollständige Leerung des Stromspeichers zu verzichten, da dies die Lebensdauer verkürzt. Konkret bedeutet dies also, dass der Smartphone-Akku nicht erst bei vollständiger Entleerung nachgeladen werden sollte; ebenso sollte die Powerbank nicht bis zur vollständigen Abschaltung verwendet werden. Danach kann die Solar-Powerbank durch Sonneneinstrahlung aufgeladen werden.

Solar-Powerbanks – Sonneneinstrahlung

Solarzellen sollten also für einen Zeitraum von einigen Stunden der Sonne ausgesetzt sein, damit der Akku laden kann. Besteht eine Möglichkeit der externen Nachladung über eine Steckdose, kann natürlich auch davon Gebrauch gemacht werden. Wer häufig in der freien Natur unterwegs ist, profitiert von einer solchen Solar-Powerbank. Alle anderen sollten womöglich besser auf ein konventionelles Produkt setzen.

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