Photovoltaik Anlage checken

Solarstromanlagen sind sehr wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Neue Anlagen haben normalerweise keine Probleme. Dafür verdienen Photovoltaikanlagen, die schon länger in Betrieb sind, etwas mehr Aufmerksamkeit. Bei kleinen Hausdachanlagen empfiehlt es sich, die Module auf dem Dach aber auch den Wechselrichter im Keller hin und wieder zu begutachten. Einiges können Anlagenbetreiber auch selbst tun.

Sichtkontrolle von Photovoltaik-Modulen

Durch den Pollenflug im Frühjahr kommt es in diesen Monaten zu stärkeren Ablagerungen auf den Modulen. In der Regel waschen sich diese aber durch den nächsten Regen ab. Anlagenbetreiber sollten trotzdem in einer Sichtkontrolle schauen, ob es hartnäckige Verschmutzungen zum Beispiel durch angetrockneten Vogelkot gibt. Dadurch entstehende geringfügige Verschattungen können den Solarstromertrag beeinträchtigen. Ggf. entdeckt man bei dieser Gelegenheit auch Schäden an den Modulen, die in den Wintermonaten durch Sturm oder Hagel entstanden sind. Auf keinen Fall sollten Anlagenbetreiber auf die Module steigen und versuchen, selbst zu reinigen oder zu reparieren. Lieber sollte man sich mit dem Installateur beraten, was zur Reinigung oder Ausbesserung sinnvoll ist.

Photovoltaik Check (Wechselrichter & Module)
Photovoltaik Check

Weiterhin kann überprüft werden, ob in der Zwischenzeit Bäume vom eigenen oder Nachbargrundstück so hoch gewachsen sind, dass die Module zu lange verschatten. Auch das könnte zu nicht eingeplanten Ertragsverlusten führen. Durch Verschattungen können die Erträge einer Anlage massiv sinken. In Untersuchungen aus den letzten Jahren wurden diverse PV Anlagen unter die Lupe genommen. Bei der Hälfte der betroffenen Anlagen war eine ganzjährige Verschattung zu beobachten. Die Ertragseinbußen beliefen sich auf drei bis zehn Prozent, im Winterhalbjahr waren sogar mehr als 80 Prozent der untersuchten Anlagen betroffen. Verschattungen schmälern den Ertrag einer Photovoltaikanlage erheblich, der prozentuale Ertragsverlust ist höher als der Anteil der verschatteten Fläche. Mögliche Verschattungen sollten daher bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Probleme mit dem Wechselrichter?

Der nächste Weg führt zum Wechselrichter. Für den Stromumwandler ist eine trockene und kühle Umgebung optimal. Liegen diese Voraussetzungen vor, so ist der Wartungsaufwand sehr gering. Durch zu viel Staub und Schmutz gibt es ggf. Probleme mit der Kühlung. Diese wird unter Umständen dann sehr heiß. Im Extremfall regelt sie sich herunter und der Wechselrichter bringt weniger Leistung. Diese Probleme findet man oft in landwirtschaftlichen Betrieben. Hier verursacht oftmals Erntestaub die Störungen. In Garagen und Kellern von Einfamilienhäusern wird der Stromumwandler oftmals von Gegenständen zugestellt. Hier kommt es dann zu einer schlechten Belüftung. Dann gilt es Platz um den Wechselrichter zu schaffen. Staub oder Spinnweben am Wechselrichter können mit dem Staubsauger vom geschlossenen Gerät entfernt werden.

Bei dieser Gelegenheit lohnt sich die Überlegung, ob nicht noch Platz für einen Batteriespeicher ist. Ist in naher Zukunft die Anschaffung eines Elektroautos geplant? In diesem Fall könnte auch die Erweiterung der Photovoltaikanlage Sinn machen. Der Akku könnte dann mit dem eigenen Strom vom Dach geladen werden. Weiterhin würde auch ein Speichersystem mit Notstromversorgung Schutz vor Stromausfall bieten.

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