Lohnt sich eine Solaranlage

Solarenergie – Strom vom Zentralgestirn

Solarenergie gehört mit zu den Umwelt- und klimafreundlichsten Methoden der Energiegewinnung. Die einfallende Solarstrahlung lässt sich auf zwei Arten nutzen: Zur Gewinnung von Strom über Photovoltaikanlagen sowie zur Erzeugung von Wärme mithilfe von Solarthermieanlagen. Der Strom kann entweder selber genutzt oder gegen Vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Die erzeugte Wärmeenergie lässt sich zur Warmwassererzeugung und zur Heizungsunterstützung vor allem in den Übergangszeiten bestens nutzen. Damit eine Solaranlage wirtschaftlich betrieben werden kann, bedarf es einer genauen, bedarfsgerechten Planung sowie der Erfüllung weiterer technischer Voraussetzungen, die im Folgenden näher erläutert werden sollen.

Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen

Ob sich die Anschaffung einer Photovoltaikanlage lohnt, ist von mehreren Faktoren abhängig. Damit ein ertragreicher Betrieb etabliert werden kann, ist beispielsweise die Ausrichtung des Daches von großer Bedeutung. Je genauer sich die einzelnen Module in Richtung Süden ausrichten lassen, desto effizienter arbeitet die Anlage. Daneben sollte auch auf einen möglichst günstigen Einfallswinkel geachtet werden. Bei einer Photovoltaikanlage zur Gewinnung von Strom sind 90 Grad ideal. Beim Betrieb einer Solarthermieanlage zur Warmwassergewinnung und Heizungsunterstützung sollte der Winkel zwischen 30 und 60 Grad liegen. Bei zu flachen Dächern lassen sich die Module durch entsprechende Unterkonstruktionen aufständern.

Strom ernten mit einer Solaranlage

Strom ernten mit einer Solaranlage

Aber auch der eigene Wohnort ist für den jährlichen Ertrag mit entscheidend, denn nicht überall ist die durchschnittliche Sonnenscheindauer gleich hoch. Hier spielt die Globalstrahlung eine wichtige Rolle, denn diese gibt die Sonnenscheindauer für jeden Ort bzw. jede Region an. Schon in Deutschland lässt sich dabei ein Nord-Süd-Gefälle ausmachen. So liegt die Globalstrahlung in südlichen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg bei 1.190 Kilowattstunden pro Jahr und pro Quadratmeter. In einigen Regionen wie beispielsweise dem Alpenvorland können sogar bis zu 1.400 kWh/m² erzielt werden, was die Anschaffung einer Solaranlage noch lohnenswerter macht. In Richtung Norden sinkt sie dann immer weiter ab, bis sie in Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bei 1.000 kWh angekommen ist.

Kosten für eine Solaranlage

Die Preise für Photovoltaikanlagen sinken seit Jahren kontinuierlich. Vor 5 Jahren mussten pro kWp (Kilowattpeak) noch rund 4.500 Euro bezahlt werden. Heute sind günstige Module bereits ab 2.000 Euro zu bekommen. Im Schnitt liegt die Lebensdauer einer Solaranlage bei 20 Jahren. Die Amortisationszeit beläuft sich auf 9-15 Jahre.

Der über eine PV-Anlage gewonnene Strom kann sowohl selbst genutzt als auch in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Angesichts der stetig sinkenden Einspeisevergütungen nach EEG (erneuerbare Energien Gesetz) empfiehlt es sich mittlerweile, den Strom vorzugsweise zu verbrauchen. Pro Kilowattstunde Strom aus der heimischen Anlage entstehen Kosten von nur 14 Cent. Hält man diesen nun den durchschnittlichen Strompreis von 26 Cent pro kWh entgegen, gibt sich das sehr hohe Sparpotenzial zu erkennen.

Fazit: Erst prüfen, dann investieren

Die Entscheidung pro oder contra Solaranlage ist in erster Linie von den örtlichen Gegebenheiten und dem eigenen Bedarf abhängig. Gerade bei thermischen Solaranlagen ist es wichtig, den Bedarf möglichst genau zu berechnen, da überschüssige Wärme nicht wie Strom verkauft werden kann. Hierbei sollte deswegen auch zusätzlich über die Anschaffung eines Warmwasserspeichers nachgedacht werden, da dieser die Effizienz einer solchen Anlage massiv erhöht. Bei einer Photovoltaikanlage sollten die technischen Voraussetzungen gegeben oder zumindest weitestgehend erfüllt sein, um einen wirtschaftlichen Betrieb sicherzustellen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*