Fragen & Antworten

Was versteht man unter einem Solargenerator?

Ein Solargenerator, auch Solar- oder Photovoltaikmodul genannt, wandelt die Sonnenstrahlen in elektrischen Gleichstrom um. Ein Modul besteht aus mehreren  speziell verschalteten Solarzellen. Um eine Leistung von 1 kWp* (p* = Abk. für peak = Spitzenleistung) zu erreichen, ist bei poly- oder monokristallinen  Modulen eine Fläche von 8 bis 10 m2 erforderlich. Der Wirkungsgrad der Module richtet sich nach dem Herstellungsverfahren und der Reinheit des Siliziums,  je höher der Wirkungsgrad, umso höher ist auch der Ertrag pro m2 Modulfläche. Es gibt derzeit monokristalline Module (Wirkungsgrad bis 17%),  polykristalline Module (Wirkungsgrad bis 16%), amorphes Silizium Cis oder Dünnschichtmodule (Wirkungsgrad bis 8%).

Wozu dient das Montagegestell?

Das Montagegestell dient zur Befestigung und Fixierung der Module. Es sollte aus korrosionsfestem Material bestehen um die mechanische Sicherheit über die  komplette Lebensdauer zu gewährleisten. Als Materialien werden zum Beispiel Aluminium oder Edelstahl verwendet. Für jeden Anwendungszweck – egal ob die  Anlage auf einem Hausdach, einer Freifläche oder einer Fassade montiert wird – gibt es das entsprechende Montagegestell.

Was ist ein Wechselrichter?

Ein Wechselrichter wandelt den von Photovoltaikmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, damit er ins Stromnetz eingespeist werden kann.

Wie ist der optimale Standort?

Für einen maximalen Ertrag sollte die Dachfläche nach Süden ausgerichtet sein, eine Dachneigung zwischen 20 und 45 Grad haben und nicht durch Bäume oder  Gebäude beschattet sein. Generell gilt: kein Schatten zwischen 10 Uhr morgens und 15 Uhr am Nachmittag. Bei geringen Abweichungen von der Himmelsrichtung  oder Dachneigung ist der Minderertrag unerheblich. Flachdächer benötigen ein Untergestell.

Was ist bei der Anmeldung zu beachten? 

Der Anschluss Ihrer Photovoltaikanlage darf nur von einem Elektrofachbetrieb ausgeführt werden, der beim Netzbetreiber eingetragen ist. Dieser Fachmann  übernimmt die Anmeldung der Anlage beim örtlichen Energieversorger. Welche Unterlagen dafür erforderlich sind, hängt von der Anlagen- bzw.  Wechselrichternennleistung und der Spannungsebene ab, in die eingespeist werden soll. Sobald die Unterlagen vollständig eingegangen sind und die technische  Überprüfung abgeschlossen ist, bekommen Sie eine zeitlich befristete Anschlusszusage.

Was ist beim Netzanschluss zu beachten?

Die Anlagenleistung ist entscheidend für die Spannungsebene, in die eingespeist werden kann, und die Ausführung des Anschlusses. Im Niederspannungs oder Ortsnetz ist für die Installation und das Betreiben der Anlage die „Richtlinie für den Anschluss und Parallelbetrieb von Eigenerzeugungsanlagen am  Niederspannungsnetz“ maßgeblich. eine besondere Form des Anschlusses, wo der Netzbetreiber jederzeit Zugang hat. Bei Störungen und Wartungsarbeiten im  Stromnetz kann er die Photovoltaikanlage vom Netz trennen.

Wieso ist eine gesonderte Messeinrichtung notwendig?

Soll der Strom der Photovoltaikanlage, wie im Erneuerbaren Energiengesetz geregelt, komplett in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden, ist ein  separater Stromzähler erforderlich. Den dafür erforderlichen Platz stellt der Anlagenbetreiber zentral neben seinem Bezugszähler zur Verfügung. Bei  kleineren Anlagen ist es sogar möglich, sofern die Photovoltaikanlage gewisse Kriterien erfüllt, dass anstatt des in der Regel erforderlichen  Drehstromzählers ein Wechselstromzähler zum Einsatz kommen kann. Das spart Kosten bei der Elektroinstallation.

Womit kann ich bei einer Photovoltaikanlage rechnen?

Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage hängt von vielen Faktoren wie Standort, Modultyp, Aufwand für Montage oder der gewählten Finanzierung ab.

Mit einer Modulleistung von 1 kWp (Kilowattpeak) lassen sich in Deutschland bei optimalen Bedingungen im Durchschnitt 800 – 1200 kWh Strom erzeugen. Bei  poly- oder monokristallinen Modulen benötigen Sie eine Dachfläche von 8 bis 10 m². Werden Modultypen mit geringerem Wirkungsgrad beispielsweise  Dünnschichtmodule verwendet, benötigt man für die gleiche Leistung mehr Fläche.

Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage hängt von vielen Faktoren wie Standort, Modultyp, Aufwand für Montage oder der gewählten Finanzierung ab. Derzeit sind   Amortisationszeiten zwischen 12 und 20 Jahren realistisch.

Vergütung nach EEG (Erneuerbare Energien Gesetz)

Wenn die Anlage den Kriterien des Erneuerbare Energien Gesetzes entspricht, muss der örtliche Netzbetreiber den eingespeisten Solarstrom aufnehmen und nach  den im EEG festgelegten Preisen vergüten. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach: Standort der Anlage, Leistung in kWp, Jahr der Inbetriebnahme. Wichtig:  Das Jahr der Inbetriebnahme entscheidet über die Höhe der Vergütung für die nächsten 20 Jahre.

Ein Beispiel:

Wenn Sie im Jahr 2009 eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Hausdach mit einer Leistung bis zu 30 Kilowatt peak in Betrieb nehmen, beträgt die  Einspeisevergütung nach EEG 43,01 Ct pro Kilowattstunde (kWh) für die nächsten 20 Jahre.

Wie kann ich meine Anlage finanzieren?

Zur Finanzierung von ökologischen Maßnahmen werden von folgendem Kreditinstitut günstige Kredite angeboten:

Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau
Palmengarten 5-9
60325 Frankfurt am Main

www.kfw-foerderbank.de

Ein Kommentar

  • Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich hatte mich schon immer gefragt, wie eine Solaranlage funktioniert und was zu beachten ist. Dass ist ein wirklich hilfreiche Erklärung.

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