Blitzschutz

Blitzschutz für die Photovoltaikanlage

Die Investition in eine Photovoltaikanlage ist in der Regel mit hohen Kosten verbunden. Den Schutz solcher Anlagen sollte man daher nicht vernachlässigen.  Die Erfahrung hat gerade in der Vergangenheit gezeigt, dass Gewitter keinen Halt vor Photovoltaikanlagen machen. Ein Blitzschaden kann ggf. erheblichen Schaden an der Anlage anrichten. Zunächst kann man zwar davon ausgehen, dass durch die Installation einer Photovoltaikanlage die Wahrscheinlichkeit eines direkten Blitzeinschlages dadurch nicht erhöht wird. Viel gefährlicher sind die sogenannten Überspannungsschäden. Hier ist ein Blitzschutz absolut sinnvoll.

Die Gefahr für technische Geräte und in diesem Fall insbesondere die Elemente der Photovoltaikanlage (Wechselrichter, PV – Generator etc.) stellen sog. Indirekte Blitzeinschläge dar. Hier schlägt der Blitz nicht direkt im Haus ein sondern irgendwo in der Umgebung. Wenn z.B. ein Blitz im Erdreich einschlägt kann es vorkommen, dass dieser über Wasserleitungen oder Kabelleitungen den Weg ins heimische Stromnetz findet. Da Blitze enorme Spannungen von mehreren hunderttausend Volt erzeugen können, kann man sich leicht vorstellen, welche Schäden auch ein indirekter Blitzeinschlag anrichten kann.

Blitzschutz zum Schutz der Photovoltaikanlage

Blitzschutz

Um einem derartigen Schaden vorzubeugen, empfiehlt es sich einenÜberspannungsschutz von einem Elektrofachmann installieren zu lassen. Dieser wird an den gefährdeten Stellen, wie z.B. am Solargenerator sowie an der Netzeinspeisestelle installiert. Oftmals kommt es vor, dass nach einem Blitzschaden die Versicherer den ausreichenden Schutz der Blitzschutzanlage beanstanden, und daher nicht für auftretende Schäden zahlen müssen. Im Vergleich zu einem durch einen Blitzeinschlag verursachten Schaden sind die Kosten für eine hinreichende Blitzschutzeinrichtung sehr gering und deshalb auch sehr empfehlenswert.

Zusammenfassung

Bei Blitzschutzanlagen unterscheidet man zwischen dem äußeren und inneren Blitzschutz.

Der äußere Blitzschutz (VDE 0185/Teil 100) würde die Photovoltaikanlage vor einem direkten Blitzeinschlag schützen. Die Fachleute sind sich bezüglich des Kosten- Nutzenverhältnisses beim äußeren Blitzschutz noch nicht einig, da nur in exponierten Lagen eine nennenswerte Wahrscheinlichkeit für einen direkten Blitzeinschlag besteht. Unabhängig davon muss ein bereits vor der Photovoltaik-Installation vorhandener Blitzableiter bei der Photovoltaik-Planung berücksichtigt werden.

Der innere Blitzschutz soll in erster Linie die Wechselrichter vor den häufig auftretenden Überspannungsimpulsen im Stromnetz schützen. Die Anzahl der Wechselrichterausfälle in der Vergangenheit hat gezeigt, dass der integrierte Überspannungsschutz im Wechselrichter nicht immer ausreichend ist bzw. nicht überwacht wird. Weitere Informationen zum Thema Blitzschutz von Photovoltaik liefert beispielsweise der Hersteller dehn.de

Von einigen Versicherungen werden Prämiennachlässe für verschiedene Maßnahmen zum Blitzschutz gewährt. Ich habe mich für den inneren Blitzschutz entschieden. In diesem Zusammenhang wurden meine Photovoltaikanlage, die Hausanschlüsse, die Telefonleitung und die Sat-Anlage mit einem Blitzschutz versehen. Die einzelnen Komponenten stammen von der Firma Dehn. Die Gesamtkosten der Anlage, einschl. Installation, betrugen 2.492,81 €.

Die Mehrwertsteuer kann im Rahmen der Umsatzsteuererklärung anteilig vom Finanzamt zurückgefordert werden. Die MwSt-Kosten für ggf. etwaige Erweiterungen (Telefon, SAT-Anlage usw.) finden dagegen keine Berücksichtigung.

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