Argumente - Photovoltaik Stromspeicher

Solarstrom speichern, wenn eine Photovoltaikanlage bereits vorhanden ist

Noch vor einigen Jahren dachte niemand über den Eigenverbrauch von Solarstrom nach. Denn die Einspeisevergütung lag vor wenigen Jahren deutlich über dem Preis von normalem vom Stromversorger bezogenen Haushaltsstrom. Was lag da näher, als den ganzen Strom teuer an den Netzbetreiber zu verkaufen und den günstigeren Haushaltsstrom zu kaufen. Ein super Geschäft, wenn die Photovoltaikanlage bezahlt war.
  • Solarstrom speichern bei mehr als 30 Cent Einspeisevergütung?
Für Anlagenbetreiber älterer Solarstromanlagen, die noch eine Einspeisevergütung von 30 Cent / kWh und mehr erhalten, ist Solarstrom speichern und anschließend selbst verbrauchen wirtschaftlich nicht zu empfehlen. Denn der selbst erzeugte und selbst verbrauchte Strom ist in diesem Fall teurer, als gekaufter Haushaltsstrom. 
  • Solarstrom speichern bei 20 Cent Einspeisevergütung und weniger!
Anlagenbetreiber die ihre Anlagen in jüngster Zeit montiert haben, bekommen keine Eigenverbrauchsvergütung mehr und eine Einspeisevergütung von weniger als 20 Cent / kWh. Den selbst erzeugten Strom zu speichern und selbst zu verbrauchen ist bei diesen Anlagen rein von den Vergütungskonditionen betrachtet schon interessanter.

Solarstrom speichern, wenn noch keine Photovoltaikanlage vorhanden ist

 
Im Jahr 2012 sind die durchschnittlichen Kosten für eine komplette Photovoltaikanlage (Module, Wechselrichter, Befestigungssystem und Montage) um rund 21 Prozent auf 1.760 Euro netto je installierten Kilowattpeak (kWp) gesunken.
 
Wer Anfang 2013 oder in Zukunft über den Kauf einer Photovoltaikanlage nachdenkt, für den ist es  sinnvoll, einen Solarstromspeicher direkt bei der Planung zu berücksichtigen. Denn 2013 gibt es weniger als 17 Cent / kWh Einspeisevergütung. Warum also den erzeugten Strom für wenig Geld einspeisen und teureren Haushaltsstrom von mehr als 25 Cent kaufen. Solarstrom speichern, um möglichst viel selbst zu verbrauchen, ist also bei einer neuen Photovoltaikanlage zunächst eine ganz logische Überlegung. Mit Solarstromspeichern ist je nach Auslegung ein Eigenverbrauchs­anteil bis nahezu 100% machbar.

 
Photovoltaik Strom speichern - so funktioniert`s

Eine Steuerungseinheit im Solarstromspeicher sorgt für den Stromfluss zwischen der Photovoltaikanlage, dem Haushalt, dem Speicher und der Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.

Zuerst prüft die Speicher-Steuerung, ob der erzeugte Strom momentan im Haushalt verbraucht werden kann, z.B. für den Kühlschrank, die Waschmaschine oder den Geschirrspüler. Übersteigt die Stromproduktion den momentan benötigten bzw. verursachten Verbrauch, wird der Solarstromspeicher aufgeladen. Ist der Speicher voll und produziert die Photovoltaikanlage noch immer mehr Strom als im Haushalt gebraucht wird, dann wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist.

Dabei wird die Speicherkapazität von Photovoltaik Strom Speichern in der Regel so ausgelegt, dass der Haushalt möglichst vom Abend bis zum nächsten Morgen, wenn die Photovoltaikanlage wieder Strom produziert, mit Strom aus dem Speicher versorgt werden kann. Ist die Batterie vorzeitig leer oder entsteht zwischendurch eine hohe Spitzenlast im Haushalt wird zusätzlich auf Netzstrom zurückgegriffen. 

Ist PV Strom speichern bezahlbar?

Solarstrom speichern ist bisher (noch) sehr kostenintensiv. Ein Solarstromspeicher für ein Einfamilienhaus kostet je nach Leistung ab 6.000 Euro pro Gerät. Wirklich vergleichen lassen sich Solarstromspeicher anhand der Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde. Diese Rechnung sollte ein Handwerker im Photovoltaik - Anlagenbau mit mehreren Solarstrom Speichern im Programm vornehmen.

Um die Anschaffungskosten zu senken, plant die Bundesregierung derzeit die Einführung einer Förderung für Solarstromspeicher. Im Gespräch sind 2.000€ bis 3.000€ pro Gerät. Geld, das aus den technisch und praktisch berechtigten Überlegungen für einen Solarstromspeicher auch eine finanziell attraktive Investition machen würde. Durch die staatliche Förderung wird sich die Gesamtanlage (Module, Wechselrichter, Befestigungssystem, Solarstromspeicher und Montage) wesentlich schneller amortisieren.


Jetzt ist es sicher: Die Bundesregierung hat die Förderung von Stromspeichern für Photovoltaikanlagen am 17. April beschlossen. Das Förderprogramm beginnt am 1. Mai 2013. Wie wird die KfW-Förderung beantragt?

Der Bundesverband Solarwirtschaft empfiehlt, sich zunächst an einen Solarhandwerker aus der Region zu wenden für ein Angebot. Mit diesem Angebot für einen Batteriespeicher (inkl. Photovoltaikanlage oder ohne bei Nachrüstung des Solarstromspeicher) sollten sich Interessenten an die Hausbank wenden und dort den Antrag stellen für den zinsgünstigen Kredit inkl. Tilgungszuschuss. Ist dieser bewilligt, kann der Fachhandwerker für Solartechnik beauftragt werden.

 
In diesem Video wird die Funktionsweise von Solarstrom speichern nachvollziehbar und leicht verständlich erläutert:
 

Eigenverbrauch durch Strom speichern - NEU: Tilgungszuschuss sichern!
 
In der Anlage finden Sie brandaktuell das Merkblatt der Kfw-Bankengruppe zur Förderung von Speicheranlagen ab dem 01.05.2013. Wird eine Photovoltaikanlage neu installiert und gleichzeitig auch ein Solarstromspeicher montiert, sind bis zu 600€ Tilgungszuschuss pro Kilowattpeak PV-Leistung möglich. Wird der Batteriespeicher überwiegend aus eigenen Mitteln finanziert, ist die KfW-Förderung inklusive Tilgungszuschuss ebenfalls möglich
 
Meist sind es wirtschaftliche Gründe über einen Solarstromspeicher nachzudenken. Durch den Eigenverbrauch macht man sich unabhängig von steigenden Strompreisen. Strom kann inzwischen deutlich günstiger aus der eigenen Solarstromanlage erzeugt werden, als wenn man diesen teuer vom Stromversorger bezieht. Entscheidet man sich für Photovoltaik bzw. für eine Photovoltaikanlage, sollte man zukünftig einen Solarstromspeicher in die Planung mit einbeziehen.

 

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